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Ekatontapyliani – Paroikia
Die Marienkirche von Ekatontapyliani, eins der wichtigsten altchristlichen griechischen Monumente ist derSchmuck von Paros. Die Kirche befindet sich im nordöstlichen Teil der Insel, in der Hafennähe. Mehrere Traditionen bezüglich des Baus, des Namens und des Architekten dieses Tempels liefern bis an den heutigen Tagen Informationen. Man sagt, den Befehl für den Bau des Tempels hatte Konstantin der Große erteilt, da seine Mutter, die Heilige Heleni, ein feierliches Versprechen gemacht hatte. Die Heilige Eleni war im Jahr 326 n.Ch. auf einer Reise und wegen hochgehender See war sie gezwungen auf Paros auszusteigen, wo sie zur Heiligen Maria ihr Gebet verrichtete. Es handelte sich anfangs um eine kreuzförmige Basilika mit hölzernem Dach, diese wurde dann jedoch total zerstört, eventuell in einem Brand. Später, in den Zeiten des KaisersI oustinianos wurde der Tempel aufs neu gebaut, die Wahl des Architekten Ignatios als Baumeister von Ekatontapyliani ist ein Zeichen für das königliche Interesse. Während der fränkischen und der türkischen Herrschaft wurde die Kirche mehrmals zerstört und ausgeplündert.

Doch hält man für die größte Katastrophe der Kirche diejenige aufgrund des Erdbebens im Jahr 1773. Bei der Reparatur des Tempels hat sich seine anfängliche Form verändert. 1959 war das Jahr der Wiederherstellung von Ekatontapyliani, welche heute die anfängliche Form, aus der Zeit von Ioustinianos hat: kreuzförmige Basilika mit einer Kuppel. Der Heilige Tempel wird seit Mitte des 16. Jhd ´Katapoliani´ oder ´Ekatontapyliani´ genannt. Der erst erwähnte Name hängt mit dem Ort zusammen, er zeigt genau den Ort, wo der Tempel gebaut worden ist, in der Nähe der Altstadt. Der zweite Name bezieht sich auf frühere Ordnungen und Urkunden und hat mit der Tradition zu tun, aufgrund welcher die Kirche hundert (´ekato´) Pforten besitzt. Im Altertum gab es an jener Stelle ein Gymnasium, wie es sich einerseits aus dem Mosaik zeigt, der dort gefunden wurde und der heute im Archäologischen Museum von Paroikia zu sehen ist, andererseits aufgrund der alten Säulen, die auf dem Tempelboden ersichtlich sind. Seit der erstchristlichen Zeit haben sich der Predigerstand und Teile des Marmortempels gerettet, im Inneren der Kirche gibt es den Altar auf Säulen bzw. auf einem bischöflichen Thron. Sowohl im Inneren der Kirche als auch um diese befinden sich verschiedene Kapellen, die älteste davon ist die des Heiligen Nikolaus, von der erzählt wird, dass sie nach 313 bzw. vor 326 gebaut wurde.

Eine Seltenheit unter byzantinischen Bauwerken und einzigartig in Griechenland ist das Taufbecken, die Kapelle mit dem kreuzförmigen gebauten Marmortaufbecken. Erwähnenswert sind die Freskogemälde der Kirche und die Vorgebäude, die sich seit dem 7. bzw. dem 8. Jhd. dort befinden. Die tragbaren Heiligbilder der Heiligen Maria, vom Christus und der Mariä Himmelfahrt, welche am Altargeländer zu sehen sind, sind mit Silber bedeckt, Schenkung des Nikolaos Mavrogenis, welcher aus Paros kam und Fürst in Moldawien im 18. Jhd. war. Der auffallende Tempel herrscht in der Hauptstadt der Insel und ist für viele Besucher reizend, besonders während der Feier der Heiligen Maria am 15. August, wenn nach der Kirchenfeier ein großes Fest stattfindet.



Alte Bergwerke in Marathi
Auf dem Weg von Paroikia nach Leykes gibt es auf dem 4. Klm der Ort ´Marathi´. Das ist eine schöne, grüne, pittoreske Siedlung mit schneeweißen Häusern und drei Kleinkirchen. In der Nähe, auf der westlichen Seite der Siedlung kann man die alten Marmorsteingruben sehen. Aus diesen stammte der berühmte Marmorstein der Insel Paros, die wesentliche ökonomische Quelle der Insel in allen historischen Perioden. Er ist wegen seines Beitrags zum architektonischen Stil und besonders zur Bildhauerei der Klassik berühmt. Hauptmerkmal des Marmorsteins von Paros ist dessen Klarheit. Er besitzt einzigartige Durchsichtigkeit, da es dem Licht den Zugang in eine Tiefe von 3,5 Zentimeter erlaubt (im berühmten italienischen Marmorsteins von Karara ist es 2,5 Zentimeter und im Marmorstein von Penteli 1,5 Zentimeter entsprechend).

Berühmte griechische Bildhauer wie Fidias, Agorakritos, Praxitelis und Skopas haben den Marmorstein von Paros benutzt, der damals ´lychnitis´ genannt wurde, weil er mit Hilfe von Krüseln aus tiefen Minengängen ausgegraben wurde. Somit entstanden die berühmten Werke des Altertums: Die Aphrodite von Milos, der Hermes von Praxitelis, die Koren von Akropolis, die Nike von Dilos, der Tempel von Apollo auf der Insel Dilos. Man schätzt, dass 70% der Skulpturen am Meeresufer von Ägäis mit Marmorstein von Paros gebildet worden sind. Das Marmorausgraben hat seinen Beginn bereits in der erstkykladischen Zeit (3200 v. Ch. – 2000 v. Ch.), während die Steingruben seit Ende des 19. Jh. außer Betrieb sind. Doch kann man immer noch heute die Gänge, die Minengänge und die Inschriften seitens der Künstler jener Zeit besichtigen. Zwei Eingänge stehen zu diesem Zweck zur Verfügung.

 



Der Burghügel – Paroikia
Der Hügel der mittelalterlichen Burg ist der Kern der Siedlung seit Anfang der Niederlassung (4.000 v. Ch.). Die Burg wurde vom Herrzog von Naxos mit dem Namen Sanoudos gebaut, und zwar mit architektonischen Stücken aus alten Altarplätzen. Mit Hilfe archäologischer Ausgrabungen wurden eingemauerte Teile von drei Tempeln des Altertums und zwei aus der Klassik entdeckt. Heute gibt es nur einen kleinen Teil des Tempels von Athina (aus dem 6. Jhd. v. Ch.) auf der Hügelspitze. Neben den Fundamenten des Tempels wurde ein Teil der erstkykladischen Siedlung entdeckt. Hier kann man viele Kleinkirchen sehen, davon schließen mehrere an die Mauer, wie beispielsweise die Heilige Maria des Kreuzes, die Heilige Anna, der Heilige Markus, der Heilige Stylianos und das wunderschöne architektonische Werk, die Kirche des Heiligen Konstantinos, mit Ausblick ans Meer und mit einem bedachten Hofraum. Es handelt sich um einen der besten Tempel in der Gegend von Ägäis.

 



Asklipiion – Paroikia
Am Meeresufer in Richtung Norden gibt es einen Weg, der zum Hügel der Heiligen Anna führt. Da wurde ein Altarplatz vonAsklipios (das ist der Gott der Medizin) entdeckt. Der Altarplatz stammt aus dem 4. Jhd., ist im Freien und wurde um eine Wasserquelle gebaut. In der Gegend kann man auch Teile eines alten Tempels sehen, welcher dem Pythios Apollo eingeweiht war.




Dilio – Paroikia
Nördlich vom Meerbusen von Paroikia, auf einem hohen Hügel gegenüber der Insel Dilos, wurde Anfang des 5. Jhd. v. Ch. ein dem Dilion Apollo eingeweihter Altarplatz gebaut. Er besteht aus einer Umzäunung mit Altar, einem Tempel der Göttin Artemis, der Schwester von Apollo, und aus einem kleinen Raum zum Gastmahl. In der Gegend hat man auch einen kykladischen Friedhof entdeckt (3.000 v. Ch.).

 



Altchristliche Basilika – Paroikia
In einem Abstand von einem Kilometer nordöstlich von Paroikia, neben dem Weg, der von Paroikia nach Naoussa führt, gibt es drei Kirchen aus dem 17. Jhd., welche auf den Fundamenten einer großen altchristlichen Basilika aus den Jahren 525-550 n.Ch. gebaut wurden. Viele von den hier benutzten Marmorsteinen stammen aus den Ruinen anderer Kirchen aus dem Altertum und aus anderen Gebäuden.

 



Alter Friedhof – Paroikia
Mit Hilfe von neulich entstandenen Ausgrabungen kam ein wichtiger Friedhof aus dem 8. Jhd. v. Ch. bis dem 3. Jhd. n. Ch. ans Licht. Er befindet sich in der Hafennähe, ungefähr auf dem Meeresufer und besitzt Gräben verschiedener Typen, aus verschiedenen Epochen. Am wichtigsten ist das ´Polyandrio` (das ist ein Gruppengrabe), er ist einzigartig in der Gegend von Ägäis und man schätzt, dass er aus dem Ende des 8. Jhd v. Ch. stammt. Da vorne kann man eine riesige Säule sehen. Heutzutage gilt dieser Platz als ein archäologischer Park, neben dem Friedhof gibt es eine Ausstellung, wo die Besucher interessante Befunde bewundern können, sowie auch Fotos aus früheren und neulich entstandenen Ausgrabungen.

 



Venezianische Burg –Naoussa
Die Burg von Naoussa oder auch Kasteli genannt, war von großer Wichtigkeit, obwohl sie klein war. Der Grund ist, dass sie Ausblick an den Meeresbusen von Naoussa hatte. Die vom Meer geschlagene Burg (heute ist sie halbgesunken), die vom Norden den Hafen von Naoussa abschließt, ist ein Werk der Sommaripadynastie (15. Jhd.) und wird für eine eigentümliche Befestigungsanlage gehalten. Sie besteht aus Hafenhenkeln, welche unter der Meeresfläche ersichtlich sind. Diese haben damals als Wellenbrecher gedient. Schließlich gibt es noch eine Mauer, die an einen kreisförmigen Turm endet, welcher auf einem Riff gebaut ist.

 



Die Mykinenakropol in Koukounaries–Naoussa
In der letzten Mykinenperiode, nach 1200 v. Ch., wurde auf dem Hügel von Koukounaries in Naoussa eine wichtige Siedlung gegründet, welche von einer riesigen Mauer und einem Schloss umgeben war. Die Siedlung wurde – nach einem Angriff und einer Belagerung – in einem Brand zerstört und verlassen. Ein Teil des Ortes wurde wieder im Jahr 1100 v. Ch. besiedelt, doch nur für kurze Zeit. Während der Geometrischen Periode (10. – 8. Jhd. v. Ch.) wurde da eine neue Stadt gebaut, mit dem Tempel der Göttin Athina.

 



Der Hügel von Kefalos - Marpissa
Östlich von Parpissa gibt es den Hügel von Kefalos mit dem Kloster des Heiligen Antonios (17. Jhd.) auf der Hügelspitze. Hier bietet sich eine der interessantesten Wandermöglichkeiten von Paros (ungefähr eine halbe Stunde lang). Kurz vor der Hügelspitze sieht man verstreute Steine, das sind Reste der venezianischen Burg und der zerstörten Stadt von Kefalos. Hier hat sich 1537 die letzte Szene der venezianischen Herrschaft auf Paros gespielt, als der Seeräuber Barbarossa das Schloss eroberte und zerstörte. Dieses Schloss hatten die Sommaripa verteidigt. Unter den Ruinen des Schlosses sind Teile von mehreren zerstörten Kleinkirchen zu sehen. Auf der Hügelspitze kann man das Kloster mit den alten Heiligbildern und das gold bedeckte hölzerne Altar bewundern, aber auch den wunderschönen Ausblick an die östliche Seite der Insel Paros. Das Kloster ist während der sommerlichen Monate nur morgens zu besichtigen.

 



Petaloudes – Paroikia
Auf dem Weg von Paroikia nach Alyki, im 5. Kilometer, gibt es eine Verzweigung auf der linken Seite, welche zum Ort `Psychopiana´ führt. Da gibt es das Kloster des ´Christus im Wald´. Westlich davon trifft man das Tal mit den Schmetterlingen, das ist einer der wichtigsten Biotope Griechenlands. Am Ort gibt es fließendes Wasser und wilde Vegetation, daher ist das Tal der geeignete Lebensort für hunderte Schmetterlinge während der sommerlichen Monate. Eine Art davon heißt ´Panaxiaquadripunstaria´. Diese Art gehört eigentlich zu den Nachtfaltern oder ´petaroudia´. Diese Schmetterlinge fliegen morgens nicht, sie machen nur kleine Bewegungen, es scheint als ob sie irgendwie auf den Bäumen ´gingen´, andererseits fliegen sie in der Nacht, auf der Suche nach ihrem Paar, zum Zweck ihrer Vermehrung. Somit sparen sie Energie, welche ihnen zum überleben dient, da erwachsene Schmetterlinge während des Sommers zu sich keine Nahrung bekommen (Schmetterlinge haben sowieso keinen Magen), und verbrauchen das in ihrem Körper - aus der Zeit als sie Raupen waren - gespeicherte Fett. Bei jedem Geräusch seitens der Besucher (Gespräche, Geschreie, das Händeklatschen und das Pfeifen) sind die Schmetterlinge allerdings gezwungen zu fliegen, so dass sie ihre ´Treibstoffe´ verbrauchen und schließlich vor dem Eierlegen sterben müssen. Am Eingang befindet sich ein Café, wo man erfrischende Getränke trinken kann. Den Ort kann man von 9 Uhr bis um 20.00 Uhr besuchen.

 



Klöster – Kirchen
überall auf Paros kann man weiße Kleinkirchen, Kapellen und Klöster sehen. Diese sind schließlich für die Landschaft der Insel charakteristisch. Sie wurden hauptsächlich im 16.-17. Jhd. gebaut, als die Kirche von Paros in ihrer Blüte war. Vor der Eroberung von Konstantinopel gab es auf Paros noch mehr Kirchen – außer der Ekatontapyliani –, heute gibt es noch den Tempel des Heiligen Georgios Thalassitis in PisoLivadi (13. Jhd.), der Verkündigung in Marpissa (1410) und die ´Theoskepasti´ am Ort ´Protoria´ - Naoussa. Alle Kirchen von Paros haben wunderschöne Freskogemälde, wichtige Heiligbilder und sind von großem architektonischem und historischem Interesse.

Die Kloster, Glaubensorte, aber auch bedeutende geistige Zentren, hängen eng mit der Geschichte der Insel zusammen. Sie stehen an wunderschönen, weit entfernten Orten und sehen wie uneinnehmbare Bürge aus. In der Zeit der türkischen Herrschaft waren auf Paros ungefähr 35 Klöster im Betrieb, heute nur noch fünf. Das Kloster von Logovarda, auf dem Weg von Paroikia nach Naoussa, das ist eine männliche Klostergemeinde und es ist für seinen geistigen Beitrag berühmt, sowie für die Hilfe, die den Inselbewohnern während der deutschen Herrschaft geboten wurde. Andere Klöster, die noch in Betrieb sind: das Kloster von Thapsanoi, südlich von Elita, das Kloster des Heiligen Arsenios (des Christus im Wald), südlich von Paroikia, wo sich auch der Grabe des Heiligen Arsenios befindet, welcher als Schützer der Insel gilt, das Kloster des Erzengels, nördlich von Paroikia, und schließlich das Kloster der Heiligen Theodori, östlich von Ageria. .

 



Die Volksbibliothek von Paros – Paroikia
Die Sammlung der Volksbibliothek besteht aus ungefähr 11.000 Büchern, diese werden ständig durch neue bereichert und beziehen sich auf alle möglichen Wissensbereiche. In der Bibliothek gibt es eine Abteilung mit einem großen Archiv in Bezug auf die Geschichte bzw. die Kultur von Paros und weiterhin eine Sondersektion über den Dichter namens Archilochos, welcher auf Paros geboren war. Es handelt sich um eine Leihbibliothek, da kann man aber auch in Ruhe Bücher lesen. Zur Verfügung stehen auch vier Computer. Die Bibliothek ist in einem renovierten Gebäude, innerhalb der traditionellen Siedlung von Paroikia.

Telefonnummer: (+30) 22840.23373

 

 

 




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